HPV-Impfung jetzt auch für männliche Jugendliche empfohlen

HPV steht für humane Papillomaviren. Sie gehören zu den sogenannten DNA-Viren und können verschiedene Tumore auslösen. Dazu zählt auch der gefürchtete Gebärmutterhalskrebs. Die dafür zuständige ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung daher schon seit einiger Zeit für Mädchen. 

Empfehlung erweitert

Ab Ende 2018 wurde diese Empfehlung auch auf männliche Jugendliche ausgeweitet. Es gilt nun, dass Mädchen wie Jungen zwischen neun und 14 Jahren eine HPV-Impfung vornehmen sollten. Bei einem Versäumnis sollte die Impfung spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachgeholt werden. 

Die Kommission begründet diesen Schritt damit, dass gegenwärtig nur eine kleine Minderheit der Jungen gegen HPV geschützt ist. Wie in fast allen Kulturen haben auch bei uns Jungen durchschnittlich mehr Sexualpartner als Mädchen. Sie sind damit Hauptverbreiter des Virus. Dazu kommt, dass für ein Durchbrechen der Infektionskette acht bis neun von zehn Jugendlichen geimpft sein müssen. Bei einer Rate von etwa 40 Prozent sind wir da selbst bei den Mädchen noch weit entfernt. 

HPV auch für Jungen Gesundheitsrisiko

Nicht zuletzt sollten Jungen zudem aus Selbstschutz an einer HPV-Impfung teilnehmen. Schließlich können auch sie von verschiedenen Tumoren betroffen sein, die durch HPV-Viren hervorgerufen werden. Dazu zählen Analkrebs und Mundrachenkrebs ebenso wie Genitalwarzen als Folge gutartiger Tumore. Die Kosten der HPV-Impfungen werden übrigens für Mitglieder im Empfehlungs-Alter von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. 

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